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Die menschliche Seite der Innovation: Tomi Krogerus

Die menschliche Seite der Innovation: Tomi Krogerus

Innovation beginnt nicht mit Technologie. Sie beginnt mit jemandem, der bereit ist, es zu auszuprobieren.

Jede Innovation hat zwei Seiten: die unbestreitbare technische Leistung und die messbaren Auswirkungen. Genauso wichtig ist jedoch die menschliche Seite. Derjenige, der es wagt, Neues auszuprobieren, unsichere Ideen zu testen, zu scheitern und es erneut zu versuchen – und der „die Art, wie wir es schon immer gemacht haben“ in Frage stellt. Es geht um Neugier und Mut. Diese Artikelserie stellt Kalmar-Mitarbeiter vor, die unser Kernverhalten „Experimentieren“ leben.

In diesem Beitrag stellen wir Tomi Krogerus, den Senior Manager des Analytics & AI-Teams im Bereich Digital Solutions, vor. Tomi ist ein Vorbild für Innovation, der uns wirklich vor Augen führt, wie „Experiment“ aussieht. Mit seinem Konzept, das den Service und die Zuverlässigkeit von Ladungsumschlaggeräten revolutionieren soll, war er einer der Gewinner der Kalmar Innovation Challenge 2025.

Bitten wir Tomi, uns seine Erkenntnisse zum Thema Innovation mitzuteilen.

Was hat Sie ursprünglich zu dieser Branche und diesem Beruf hingezogen?

Ich habe einen Doktortitel in Technik (D.Sc. (Tech.)) und war fast 20 Jahre lang an der Technischen Universität Tampere tätig. Ich wollte schon immer Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen, was dazu führte, dass ich bereits während meiner Zeit an der Universität aktiv mit Geräteherstellern zusammenarbeitete und zahlreiche gemeinsame Innovationsprojekte leitete. Der Wechsel in die Industrie bei Cargotec im Jahr 2018 war daher ein natürlicher Schritt, um diese Wirkung zu vergrößern.

Mein beruflicher Hintergrund ist eine einzigartige Mischung aus Maschinenbau und Datenwissenschaft. Ich habe jedoch gelernt, dass das Vorantreiben von Innovationen weit mehr erfordert als nur technisches Fachwissen; es ist im Grunde eine Teamleistung. Während mir diese technische Schnittstelle eine tiefgreifende analytische Denkweise verleiht, ist es die Stärkung unserer Top-Talente, die es uns wirklich ermöglicht, über das Herkömmliche hinauszudenken und gemeinsam neuartige Lösungen zu entdecken.

Was sind Ihre derzeitigen Aufgaben?

Ich bin Senior Manager des Teams „Analytics & AI“ im Bereich „Digital Solutions“. Ich leite ein Team hochqualifizierter Fachleute, das sich darauf konzentriert, Innovationen bei Industrieanlagen und -dienstleistungen voranzutreiben. Unsere Arbeit ist dynamisch – im Mittelpunkt stehen mutige Experimente und Proof-of-Concept-Initiativen, um aktive Innovation voranzutreiben. Parallel dazu setzen wir eine weitreichende Vision um, um KI-Fähigkeiten sicher in unseren digitalen Lösungen zu skalieren.

Letztendlich besteht meine Aufgabe darin, sicherzustellen, dass wir zuverlässige KI nutzen, um im Bereich des nachhaltigen Materialtransports eine Vorreiterrolle einzunehmen und jeden Arbeitsschritt sicherer, sauberer und intelligenter zu gestalten.

Was motiviert Sie, innovativ zu sein?

Innovation ist das, was mich vorantreibt. Da repetitive Arbeit mein Interesse schnell verliert, bleibe ich engagiert, indem ich ständig nach neuen Ideen und frischen Perspektiven suche. Ich erkunde gerne, wie sich verschiedene Konzepte und Erkenntnisse über verschiedene Bereiche hinweg überschneiden. Mein Ansatz besteht stets darin, Inspiration aus Lösungen zu schöpfen, die für völlig andere Anwendungsbereiche – wie beispielsweise die Medizin – entwickelt wurden, und mir vorzustellen, wie dieselben Prinzipien in unserer Branche angewendet werden könnten.

Können Sie uns etwas über eine Innovation erzählen, die Sie entwickelt haben?

Während meiner Zeit in der universitären Forschung arbeitete ich an einem Projekt, das sich auf die vorausschauende Instandhaltung von Transportsystemen konzentrierte. Ausgehend von meinem Interesse an bereichsübergreifender Inspiration übertrugen wir analytische Modelle, die ursprünglich für den medizinischen Bereich entwickelt worden waren – Methoden zur Überwachung der Gesundheit von Patienten und Bevölkerungsgruppen –, auf Maschinensensordaten. Indem wir die Telemetriedaten der Anlagen ähnlich wie menschliche Vitalparameter behandelten, entwickelten wir ein neuartiges Rahmenkonzept zur Analyse des Zustands und der „Gesundheit“ dieser Maschinen auf globaler, flottenweiter Ebene. Das hat mir wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wie der Blick weit über die eigene Branche hinaus zu Durchbrüchen im Verständnis und in der Instandhaltung komplexer Anlagen führen kann.

Welchen Rat würden Sie zukünftigen Innovatoren geben?

Ich ermutige jeden, groß und weit voraus zu denken. Oft konzentrieren wir uns auf bestehende Probleme und unmittelbare Lösungen, aber ich rate Ihnen, Ideen zu verfolgen, unabhängig davon, ob sie heute umgesetzt werden können. Lassen Sie sich nicht von der Gegenwart einschränken. Setzen Sie sich stets hohe Ziele. Außerdem plädiere ich nachdrücklich für eine Kultur des mutigen Experimentierens.

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